Zögern und Zaudern statt 600 neue Einwohner „Am Kapenhof“ (NBG 41) zu begrüßen

Heute (24.6.) tagte der Bauausschuss erneut zum Thema Neubaugebiet Nummer 41. Bereits nach zwei Stunden war zwar die Sitzung wieder geschlossen, beschlossen allerdings war nichts. Stattdessen wurde die Abstimmung über (die Änderung des) Flächennutzungsplan(s) und den Bebauungsplan ein weiteres Mal verschoben. Weiterlesen

Neubaugebiet „Am Kapenhof“ – was den Freien Demokraten wichtig ist

Die Freien Demokraten Altenholz-Kronshagen begrüßen das geplante Neubaugebiet „Am Kapenhof“ und freuen sich über das große Interesse von Neubürgerinnen und -bürgern an unserer Gemeinde. Wir sind der Überzeugung, dass die Gemeinde wachsen kann und sollte – und dass die dafür ins Auge gefasste Fläche geeignet ist.

Im Laufe der Beratungen in der Gemeindevertretung sind unterschiedliche Schwerpunkte der politischen Parteien offenbar geworden. Im Sinne der Transparenz und als Dialogangebot stellen wir die Punkte hier online, die für die FDP von besonderer Relevanz sind für den Flächennutzungsplan (FNP) sowie den darauf folgenden Bebauungsplan (B-Plan).

Neben einigen grundsätzlichen und einigen landschaftspflegerischen Aspekten wird sich die Diskussion absehbar um Energieeffizienz- und Klimavorgaben drehen. Die Diskussion ist nicht nur im Verkehrs- und Wärmesektor, sondern auch im Bauwesen eine wichtige – zu einer verantwortungsbewussten Politik gehört dann aber auch die Ehrlichkeit, die Bauherren in spe über die zu erwartenden Kosten aufzuklären. Und wir müssen uns die Frage stellen, ob wir hinnehmen wollen, dass sich die Sozialstruktur eines Neubaugebiets mit klimaneutral erbauten Häusern mit Erdwärmebohrung, Elektroladesäulen und Gründächern zu einem guten Teil aus Bankiers, Freiberuflern oder vermögenden Rentnern zusammensetzen wird.

Die Hoffnung der Freien Demokraten ist, einen guten Ausgleich zwischen erschwinglichem Wohnen/Bauen und ökologischen Anreizen (bspw. KfW 55 und Empfehlungen im B-Plan, die Dachfirste zugunsten von Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen auszurichten) zu verhandeln. Dafür werden wir uns in den Beratungen und in der Abstimmung in der Gemeindevertretung einsetzen. Im Sinne und zum Wohle der Altenholzer aber auch im Sinne der an unserer Gemeinde interessierten Neubürgerinnen und -bürger.

Grundsätzlich:

  • Durchmischung des Neubaugebiets (NBG) durch
    • Mischung aus Einfamilienhäusern (EFH) und Geschossbau, ein vorgegebenes Verhältnis (bspw. auf 1 EFH muss 1 Geschosswohnung kommen) ist allerdings nicht erforderlich aus unserer Sicht.
    • Variierende Grundstücksgrößen (bspw. von 500 bis 1300qm), um das Gebiet räumlich aufzulockern und verschiedenen Geldbeuteln oder Bedürfnissen Rechnung zu tragen.
    • Kleine bis mittelgroße Wohnungen im Geschossbau (von 2 bis 4-Zi), um auch hier eine möglichst große soziale Durchmischung zu erreichen und auch Alleinstehenden bzw. Alleinerziehenden einen Erstbezug in Altenholz zu ermöglichen)
    • Insgesamt nicht mehr als 650 Personen im NBG (entspr. ca. 240 Wohneinheiten laut der von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Wirkungsabschätzung von stadt&land, Drucksache 13-18/Ahz/249)
  • KiTa am nördlichen Ende mit mind. einer u3-Gruppe und einer Familiengruppe, um den zu erwartenden Betreuungsbedarf direkt vor Ort bedienen zu können („kurze Beine, kurze Wege“).

Landschaftsplanerisch:

  • Wir sprechen uns aus für einen Grünstreifen östlich zur bestehenden Bebauung in mindestens 30m Breite zwischen Bestandsbaugebiet Freesenberg und Baufeldgrenze der östlichen Reihe NBG Kapenhof.
  • Frühzeitige Einbindung der Neubürger (und der Bestandsanwohner im Freesenberg) für die Bebauung des Spielplatzes mit dem Ziel, den Spielplatz binnen Jahresfrist nach erstem Baubeginn zu errichten.

Infrastrukturell:

  • Bepollerter Verbindungsweg zum Freesenberg in zweistreifiger Ausführung
  • Fußgängeranbindung nach Süden
  • Tempo 30 auf der Haupterschließungsstraße, Sackgassen als gepflasterte Spielstraßen (auch Open Space wäre ggfs. denkbar im ganzen Neubaugebiet)
  • Besucherparkplätze bemessen wie im NBG 39
  • keine Vorgaben für Elektroladesäulen – schließlich kann heute niemand mit Sicherheit sagen, ob sich mittelfristig batterielektrische Fahrzeuge durchsetzen werden oder solche mit Brennstoffzellenantrieb oder ganz andere Konzepte. Das Baugebiet aber soll für die nächsten 30 bis 50 Jahre konzipiert sein; hier kommen wir also am Credeo der Technologieoffenheit nicht vorbei!

 Für den B-Plan als Vormerkung, nicht für den FNP:

Analog zum B-Plan 39 möglichst wenige Vorgaben und viel Freiheit für die Bauherren:

  • Firsthöhe 9m, niedriger bei der östlichen Reihe zum Freesenberg in Abhängigkeit von Bodenrelief und Bebauungshöhe Freesenberg, um Verschattung zu vermeiden
  • Zwei Geschosse maximal, dafür keine Vorgaben bei der Dachneigung
  • keine Vorgaben für Gründächer, da die finanziellen Folgen für viele Bauherren substanziell wären, wie ein Blick in die Kataloge hiesiger Anbieter schnell zeigt: Ein einfaches Carport ohne Abstellraum kostet statt ca. 1000 Euro in Gründachausführung plötzlich ca. 2000 Euro.
  • Gründächer und Vorgaben zum KfW-Wert (für die FDP wäre KfW 55 als Vorgabe denkbar, KfW 40 unter Vorbehalten ebenfalls) kann man politisch wollen – dann muss man a) den Bauherren aber auch sagen, mit welchen Kosten sie zu rechnen haben, und b) damit rechnen, dass bei Grundstücksgrößen von ca. 500 bis 600qm und zu erwartenden Quadratmeterpreisen von rund 250 Euro kaum eine Familie mit weniger als 450.000 bis 500.000 Euro auskommen wird. Für Alleinverdienende ist ein Neubau dann kaum mehr möglich.
  • Noch folgenschwerer wäre eine Vorgabe, Geothermie als Energiequelle zu nutzen oder gar Passivhäuser oder – wie auch schon gefordert – klimaneutral zu bauen. Die finanziellen Auswirkungen auf die Bauherren mögen diejenigen ehrlich aufschlüsseln, die diese Vorschläge einbringen.

FDP bedauert Stillstand um die Ladenzeile

Die FDP Altenholz versteht den Unmut der Stifter Bürger, den sie jetzt mit einem Schild am Bauzaun der alten Ladenzeile zum Ausdruck gebracht haben. So zentral die Stifter Ladenzeile für die Bürgerinnen und Bürger ist, so schwierig ist sie von Größe und Einzugsgebiet für einen Supermarktbetrieb.

Schild am Bauzaun der Ladenzeile

Die FDP Altenholz stand immer für einen schnellen Wiederaufbau der Ladenzeile, notfalls auch ohne Städtebauförderprogramm. Der Gemeindevertreter der Liberalen in Altenholz Dirk Ryll hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass dem Wiederaufbau der Ladenzeile im Städtebauförderprogramm erste Priorität eingeräumt wurde.

Ein von der Gemeindevertretung im Dezember 2014 verabschiedeter Antrag der FDP, einen ambitionierten Zeitplan aufzustellen und zu veröffentlichen, wurde aus Sicht von Ryll von der Verwaltung nur zögerlich und unzureichend umgesetzt.

In der Angelegenheit Stifter Ladenzeile gehen die Meinungen der Fraktionen und der Verwaltung weit auseinander. Während die eine Seite sich einsetzt für einen schnellen und pragmatischen Wiederaufbau, bremst die andere Seite mit dem Verweis darauf, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit komme und dass sich beides gegenseitig ausschließe. So konnte der Bauausschuss erst im November 2015 einen Beschluss fassen und den Weg frei geben für einen Wiederaufbau.

Seitdem sind allerdings alle bis dahin interessierten Betreiber eines Supermarktes in der Ladenzeile abgesprungen. Aus Sicht der FDP zeigt dies deutlich, wie schwierig es ist, auf diesem Grundstück wieder einen Supermarkt anzusiedeln. Denn ein attraktiver Supermarkt mit einem ausreichend großen Sortiment benötigt mind. 1.200 qm Verkaufsfläche, laut Einzelhandelsgutachten lässt sich aus der Kaufkraft von Stift aber nur ein 800 qm großer Supermarkt wirtschaftlich betreiben. Dieser könnte dann jedoch aufgrund des kleineren Sortimentes das Kaufkraftpotenzial nicht voll ausschöpfen. Hinzu kommt, dass aufgrund der ungünstigen Verkehrslage kaum eine Chance besteht, zusätzliche Kaufkraft von außerhalb anzuziehen.

Doch es gibt aus Sicht der FDP noch Hoffnung. Die Gemeinde ist in guten Gesprächen mit einem in Altenholz bekannten Investor und einem Supermarktbetreiber. Die FDP hofft, dass dieser Weg nun zum gewünschten Ergebnis führt. Hierfür wünscht die FDP dem Bürgermeister eine glückliche Hand!

FDP Altenholz für einen Mensabau

Immer öfter wollen oder müssen beide Elternteile berufstätig sein. Das erfordert eine Betreuung der Kinder auch am Nachmittag und daraus entwickelt sich ein deutlicher Trend zur Ganztagsschule. In Altenholz sind seit diesem Jahr sowohl das Gymnasium, wie auch die Gemeinschaftsschule offene Ganztagesschulen.

Wir sehen daher mittel- bis langfristig den Bedarf für eine Mensa im Interesse der Schülerinnen und Schüler eine Versorgung mit Mittagessen langfristig sicherzustellen Weiterlesen

Follow Ortsverband Altenholz-Kronshagen der Freien Demokraten on WordPress.com

Kontakt zur Ortsvorsitzenden Uschi Bethke

Nutzung von Cookies

Gemäß der ePrivacy-Richtlinie (2002/58/EG in der Fassung 2009/136/EG) ist eine Einwilligung zur Nutzung von Cookies einzuholen und sind Besucher einer Website über den Einsatz von Cookies zu informieren. Das erfolgt auf dieser Website in der Datenschutzerklärung. Unsere Plattform Wordpress.com bietet keine Möglichkeit, der Nutzung von Cookies gesondert zuzustimmen oder zu widersprechen. Informieren Sie sich bitte über die - noch immer nicht klare - Rechtslage und prüfen Sie die Möglichkeit von Cookieblockern in Ihrem Browser.