Zögern und Zaudern statt 600 neue Einwohner „Am Kapenhof“ (NBG 41) zu begrüßen

Heute (24.6.) tagte der Bauausschuss erneut zum Thema Neubaugebiet Nummer 41. Bereits nach zwei Stunden war zwar die Sitzung wieder geschlossen, beschlossen allerdings war nichts. Stattdessen wurde die Abstimmung über (die Änderung des) Flächennutzungsplan(s) und den Bebauungsplan ein weiteres Mal verschoben.

Wir sind jedoch nicht nur keinen Schritt weiter, wir sind sogar einen Schritt zur Seite. Denn neu auf den Tisch gebracht wurde von den Vertretern von SPD und GRÜNE die Forderung, vor einer Entscheidung über das Neubaugebiet „Am Kapenhof“ grundsätzlich die Ortsentwicklung gutachterlich untersuchen zu lassen.

Dazu kam es, nachdem Gemeindevertreter der Grünen und der SPD grundsätzliche Zweifel geäußert hatten am Neubaugebiet. Auf die Frage der Ausschussvorsitzenden Dr. Karen Weisheit (CDU) und des Bürgermeisters Carlo Ehrich (SPD), worin die Zweifel denn lägen, sagte Gemeindevertreterin Silke Worth-Görtz (Grüne), sie bezweifle, die Straßen seien in der Lage, die zusätzlichen Verkehre aufzunehmen – obgleich, das gab sie zu bedenken, das entsprechende Gutachten sehr wohl zu eben diesem Ergebnis komme. Als Verwaltung und Verkehrsgutachter dies bekräftigten, wurde der Lärmschutz als unzureichend bezeichnet und nach den finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde gefragt.

Gemeindevertreter Philipp Neuenfeldt (FDP) äußerte seine Verwunderung darüber, welchen Eindruck die zu erwartenden gut 600 Neubürgerinnen und Neubürger von der Gemeinde Altenholz bekommen sollen, wenn wieder und wieder keine Entscheidung darüber getroffen werde.

NBG41

Grünordungsplan des geplanten NBGs 41 gemäß Landschaftsplanungsbüro

Sicher ist es unglücklich, wenn der Investor bereits eine Interessentenliste pflegt und dem Vernehmen nach alle Grundstücke bereits vergeben sind. Aber dass nach mehr als anderthalb Jahren noch immer nicht einmal der Flächennutzungsplan eine Bebauung ermöglicht, wirft wahrlich kein gutes Licht auf die Gemeinde.

„Als Gemeinde können und – so habe ich Verwaltung und die meisten Gemeindevertreter hier bisher verstanden – wollen wir wachsen“, sagte Philipp Neuenfeldt und sicherte der Verwaltung zu, eine vom Ortsverband Altenholz-Kronshagen erstellte Berechnung zur Verfügung zu stellen. In der kommen die Freien Demokraten ausgehend von Zahlen aus dem letzten Haushalt zu dem Ergebnis, dem Gemeindehaushalt entstünden keine Mehrkosten durch den zu erwartenden Zuwachs (ausgehend von zusätzlichen KiTa- und Schulkosten und dem zu erwartenden höheren ESt- und Grundsteueraufkommen). Die Berechnung hatte der ehemalige FDP-Gemeindevertreter und Haushaltsexperte Dirk Ryll gemeinsam mit Philipp Neuenfeldt erstellt, als die Wirkungsabschätzung durch die Gemeindeverwaltung vorgelegt worden war. Aus ihr geht hervor, mit wie vielen Kindern in welchem Alter zu rechen sein wird im Fall des Neubaugebiets und mit wie vielen ohne das zusätzliche Neubaugebiet.

Die FDP wird weiter für das Neubaugebiet werben und wünscht sich von den Gemeindevertetern aller Fraktionen Klarheit über die Frage, ob ein Neubaugebiet gewollt sei oder nicht. Denn wir wollen nicht nur eine lebenswerte Gemeinde sein, sondern auch eine verlässliche.

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